Großbritannien enthüllt Pläne, Tierversuche durch alternative Methoden zu ersetzen • Registrieren

Die britische Regierung hat einen Fahrplan vorgestellt, um Tierversuche durch KI-gestützte Alternativen und andere Alternativen zu ersetzen, mit dem Ziel, einige regulatorische Tests bis Ende 2026 abzuschaffen.
Die Beendigung von Tierversuchen in der Wissenschaft war eine der Manifestverpflichtungen der britischen Regierung, und ihr Wissenschaftsminister Lord Vallance möchte den Prozess beschleunigen, sobald andere Methoden verfügbar werden.
„In unserem Land der Tierliebhaber möchte niemand Leid sehen und unser Plan wird die Arbeit unterstützen, Tierversuche wo immer möglich zu beenden und Alternativen einzuführen, sobald dies sicher und wirksam ist“, sagte er.
Der planen Beinhaltet DNA-basierte Labormethoden und Rechenmodelle als Ersatz für Tierversuche zum Nachweis von Kontaminanten in Humanarzneimitteln. Bis Ende 2026 werden KI- und In-vitro-Techniken Haut- und Augenreizungstests ersetzen, und bis 2027 wird die Beurteilung der Botox-Wirksamkeit von Mäusen auf zellbasierte Tests übergehen.
Nach Angaben der Regierung wird es bis 2030 auch zu einer Reduzierung pharmakokinetischer Studien kommen, „die verfolgen, wie sich ein Medikament im Körper über die Zeit verhält – an Hunden und nichtmenschlichen Primaten“.
Die Strategie wird durch eine Finanzierung in Höhe von 60 Millionen Pfund unterstützt, um den Weg zur behördlichen Genehmigung neuer Optionen zu ebnen. Weitere 15,9 Millionen Pfund kommen vom Medical Research Council, Innovate UK und dem Wellcome Trust und werden „zur Weiterentwicklung menschlicher ‚In-vitro-Modelle‘“ verwendet. Dazu gehören Technologien wie Organ-on-a-Chip-Systeme, die es Forschern ermöglichen, zu sehen, welche Wirkung Medikamente auf Menschen haben, ohne Tiere zu verwenden.
„Fünf Teams im gesamten Vereinigten Königreich werden sich auf In-vitro-Krankheitsmodelle von Leber, Gehirn, Krebs, Schmerzen und Blutgefäßen konzentrieren“, sagte die britische Regierung.
Neben Organ-on-a-Chip-Systemen nennt die Strategie auch 3D-Bioprint-Gewebe als Beispiel für eine Alternative zu Tierversuchen und Substanztoxizitätstests.
KI verfügt auch über ein Muss: Sie wird von erfahrenen Forschern als Werkzeug eingesetzt und nutzt maschinelles Lernen, um große Mengen an Informationen über Moleküle zu analysieren und so die Wirksamkeit neuer Medikamente vorherzusagen.
Tests werden nicht über Nacht durchgeführt, und es gibt behördliche Anforderungen, dass Medikamente Tierversuchen unterzogen werden müssen, bevor sie an Menschen getestet werden können. Darüber hinaus ist die Nachbildung der Komplexität vieler Organismen durch die Technologie nicht einfach und wird wahrscheinlich Jahre oder Jahrzehnte der Entwicklung erfordern, bevor sie von den Regulierungsbehörden akzeptiert wird.
Barney Reid, Wissenschafts- und Politikmanager – Tiere in der Wissenschaft bei der Tierschutzorganisation RSPCA, begrüßte den Fahrplan und stellte fest, dass er „ein klares Ziel darlegt, den Einsatz von Tieren zu beenden“.
Reid fügte jedoch eine Warnung zur Vorsicht hinzu: „Wenn die Strategie unterstützt und effektiv umgesetzt wird, sollte sie eine gute Grundlage für die Beschleunigung des Tierersatzes schaffen, was eine positive Nachricht für Tiere, Wissenschaft und Gesellschaft wäre.“
„Wenn“ ist hier der Schlüssel. Während sich das Tempo in den letzten Jahren beschleunigt hat, erforderte die Entfernung von Tierversuchen aus der Arzneimittelentwicklung und dem regulatorischen Umfeld jahrelange Arbeit (und Investitionen).
Richard Torbett, Vorstandsvorsitzender der Association of the British Pharmaceutical Industry (ABPI), sagte: „Die Patientensicherheit hängt von überzeugenden Beweisen für die Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe ab.“
„Während die Wissenschaft noch nicht so weit ist, dass Tierversuche vollständig abgeschafft werden können, hat die Industrie bereits erhebliche Fortschritte bei der Reduzierung, dem Ersatz und der Reinhaltung ihrer Verwendung gemacht und ist bestrebt, zügig weitere Fortschritte zu machen.“
Nicola Perrin, Geschäftsführerin der Association of Medical Research Charities, begrüßte den „ehrgeizigen Fahrplan zur Beschleunigung des Einsatzes alternativer Methoden für die Tierforschung“.
„Allerdings gibt es auch ein anhaltendes Engagement für den Einsatz von Tieren in der Forschung, wo keine anderen Optionen verfügbar sind. Dies trägt zu vielen medizinischen Fortschritten bei, die das Leben von Millionen von Menschen retten und verbessern.“
„Es ist wichtig, das nicht zu gefährden.“ ®



